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Wasser, Wald und Wege durchs Moor

Wasser prägt die Landschaften des Emslands. Vor allem das der Ems und des Dortmund-Ems-Kanals natürlich, denen Sie auf der Emsland-Route ein gutes Stück in Richtung Nordsee folgen. Unterwegs spüren Sie, wie sich die Natur der Wasserstraße allmählich wandelt.

Zunächst, nach dem Start in Meppen, führt der Weg dicht am Ems-Ufer entlang ins "Borkener Paradies", einem der 70 Naturschutzgebiete des Landkreises. Umschlungen von einem der Ems-Altarme erleben Sie hier eine ländliche Idylle mit uralten Baumriesen. Doch bereits in Haren (Ems) ist die Nähe zum Meer schon deutlich spürbar: Die Reederei-Metropole zeigt im Museumshafens am Haren-Rütenbrock-Kanal und im Kunsthaus Haren mit dem Reedereimuseum stolz ihre Schifffahrtstradition. Und wiederum nur wenige Kilometer weiter, hinter der letzten Schleuse vor der Nordsee in Herbrum, können Sie erstmals das Wechselspiel von Ebbe und Flut sehen - zeitweise kehrt sich bei steigender Flut sogar die Fließrichtung der Ems um. In Papenburg schließlich, Deutschlands südlichstem Seehafen, ist die Waterkant fast erreicht. Hier baut die Meyer Werft ihre riesigen Kreuzfahrtschiffe. Nachbauten historischer Wasserfahrzeuge zieren die insgesamt 40 Kilometer langen Kanäle, die einst angelegt wurden, um das Moor zu entwässern - denn so entstand Deutschlands älteste und größte Fehnkolonie.

Ihr Weg führt Sie aber auch zu Mooren, die naturbelassen blieben und die seit einigen Jahren unter Schutz stehen. Erleben können Sie diese einzigartigen Naturlandschaften auf Lehr- und Erlebnispfaden wie dem nahe gelegenen, 1,8 Kilometer langen "Aschendorfer Moorpfad" oder - einige Kilometer entfernt - auf dem gut befestigten Bohlenweg durch das Schutzgebiet "Speller Dose".

Abseits des großen Flusses erleben Sie auf weiten Strecken eine sanft hügelige Landschaft, denn die Gletscher der letzten Eiszeit schoben hier riesige Mengen Sand zu bis zu 70 Meter hohen Geestrücken auf. Auch Findlinge sind hier und da zu entdecken - oft verbaut zu Megalithgräbern auf den Hügeln des Hümmling.

Große, schattig kühle Wälder erleben Sie auf diesem Teilstück Ihres Radurlaubs. Zum Beispiel "Surwolds Wald" mit Sommerrodelbahn und Kletterparcours. Oder das Erholungsgebiet Saller See mit seinem vielfältigen Sportangebot von Minigolf übers Skiken bis hin zum Biathlon.

 

Ganz ums Wasser kommen Sie allerdings auch abseits des großen Stromes nicht herum – aber wer wollte das schließlich auch, bereichern doch unterschiedliche Gewässer wie der Badesee in Geeste und das angrenzende Feuchtbiotop Ihr Urlaubserlebnis. Zudem prägen weitere Wasserläufe die Landschaften der Region, die Hase etwa. Zwischen den Ufern des naturnahen Flusses und der Altstadt von Haselünne erstreckt sich der größte zusammenhängende Wacholderhain des Nordwestens. Zusammen mit den Altarmen der Hase, mit urwüchsigen Mischwäldern, sandigen Heideflächen und einem großen See bildet dieses Schutzgebiet ein ausgedehntes, parkähnliches Erholungsareal. Welchen Zusammenhang es zwischen dem Wacholder und der Jahrhunderte langen Kornbrenner-Tradition Haselünnes gibt, machen erlebnisreiche Führungen sowie das Brennerei-Museum anschaulich.

Ein ähnlich reizvolles Zusammenspiel von Kultur und Natur macht den besonderen Reiz des Erholungsgebiets Bentlage in Rheine aus. Die Ordensbrüder des Klosters Bentlage zähmten hier die Natur und schufen eine Kulturlandschaft von einzigartigem Reiz. Die Saline und das Gradierwerk "Gottesgabe", der nahe gelegene NaturZoo Rheine und die Sammlung zur Kunst- und Kulturgeschichte Westfalens in den gotischen Konventsgebäuden machen die mehr als 1.000 Jahre alte Stadt zu einem Etappenziel, für das Sie ruhig etwas mehr Zeit einplanen sollten.

Rheine markiert den südlichen Wendepunkt der Emsland-Route, ab hier folgt Ihr Weg bis zum Ziel in Meppen wieder dem Lauf der Ems. Entlang des Stromes gibt es reizvolle Möglichkeiten, das Verkehrsmittel zu wechseln. Und bei einer Kurz-Kreuzfahrt die Flusslandschaft aus anderer Perspektive zu genießen. In Haren, Meppen und Lingen bieten Fahrgastschiffe Gelegenheit, den Blickwinkel zu ändern, die reizvollen Flusslandschaften der Ems vom Wasser aus zu genießen: Kirchtürme und Mühlen, Bauernhäuser und Pferdekoppeln treten in den Hintergrund, die Tier- und Pflanzenwelt der Emsauen hat jetzt ihren großen Auftritt. Dazu ein kleiner Imbiss und eine kühle Erfrischung an Deck - schon ist das Kreuzfahrtgefühl perfekt. Zum Abschluss des Törns in Lingen gönnen Sie sich noch eine kurze Pause im Erholungsgebiet Hanekenfähr: An einer alten Schleuse vereinigen sich hier Ems und Dortmund-Ems-Kanal, teilen sich dann das Bett für ein Stück des Weges. Und nach der Trennung rauscht die Ems über ein Stauwehr in die Tiefe. Hier am Wasserfall ist auch der Anleger der Weißen Flotte.

Wer es etwas abenteuerlich und sehr nostalgisch mag, gönnt sich eine Ems-Überfahrt mit einer Seilzugfähre nach historischem Vorbild: Die "Leher Pünte" bei Dörpen und "MehrLi" zwischen Listrup und Mehringen bringen Radler nach alter Väter Sitte über den Fluss: per Muskelkraft, allerdings zur Abwechslung mal mit der Kraft der Arme, die Radlerbeine haben hier Pause.

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