Kleine Insekten, große Wirkung – Junior Ranger zu Besuch im Bienenzentrum IMME in Wesuwe
Ein sanftes Summen liegt in der Luft...
Ein sanftes Summen liegt in der Luft, während 13 Junior Ranger aufmerksam vor den Bienenstöcken auf dem Außengelände des Deutsch-Niederländischen Bienenzentrums IMME in Wesuwe stehen. Die Kinder erleben an diesem Tag die Welt der Bienen aus nächster Nähe.
Zu Beginn richtet Hermann Hüsers, 1. Vorsitzender des Deutsch-Niederländischen Bienenzentrums, eine Frage direkt an die Gruppe: „Was bedeutet eigentlich IMME?“ Gemeinsam finden sie die Antwort: Das Wort stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet „Biene“. Ein passender Name für einen Ort, der sich ganz dem Schutz und der Bedeutung dieser besonderen Insekten widmet.
An diesem Tag sind zwei Junior Ranger Gruppen gemeinsam unterwegs – die jüngeren Kinder aus dem Grundschulalter ebenso wie die älteren aus den weiterführenden Schulen. Neugierig lauschen sie den Erklärungen rund um das Leben im Bienenstock. Schnell wird deutlich: Bienen sind weit mehr als Honiglieferanten. Sie bestäuben Blüten und tragen so dazu bei, dass Obst, Gemüse und Wildpflanzen wachsen können. Auch für die Artenvielfalt auf dem Gelände der IMME sind sie unverzichtbar.
Wie unterschiedlich Honig schmecken kann, erfahren die Kinder bei einer Honigverkostung. Junior Ranger Fred unterstützt Hermann Hüsers beim Verteilen der Proben. Frühtracht, Sommertracht und Rapshonig stehen zur Auswahl. Besonders beliebt bei den Kindern ist der Sommerhonig, der durch die Lindenblüten eine leicht mentholartige Note erhält.
Ein besonderes Erlebnis für die Junior Ranger ist die Begegnung mit einer Drohne. Die Kinder lernen: Drohnen sind männliche Bienen und besitzen keinen Stachel. Vorsichtig lassen sie die Tiere über ihre Hände krabbeln und betrachten sie ganz genau. Gemeinsam entdecken sie die Anatomie der Biene und stellen fest: Sie hat vier Flügel. Kinder, die anfangs noch zögern, fassen schließlich Mut und halten am Ende ebenfalls stolz eine Drohne auf der Hand.
Auch die Entstehung einer Bienenkönigin beschäftigt die Junior Ranger. Sie erfahren, dass junge Bienenlarven in den ersten drei Tagen mit Gelee Royal gefüttert werden. Dieser besondere Futtersaft ist zunächst die Hauptnahrung der Larven. Während die meisten später anderes Futter wie Pollen und Bienenbrot erhalten, wird eine weibliche Larve, die zur Königin heranwachsen soll, weiterhin mit Gelee Royal versorgt. Die Ammenbienen füttern die Königinnenlarve großzügig damit. Rund 16 Tage nach der Eiablage schlüpft daraus eine neue Königin.
Mit vielen neuen Eindrücken endet der Besuch an der IMME in Wesuwe. Neben Honig und Bienenkunde geht es an diesem Tag vor allem um eines - das Bewusstsein für die enorme Bedeutung dieser kleinen Insekten. Die Junior Ranger erfahren, wie eng Pflanzen, Tiere und Menschen miteinander verbunden sind. Wer Bienen schützt, schützt zugleich Lebensräume, Artenvielfalt und letztlich auch sich selbst.
Aktuell treffen sich rund 20 Kinder in zwei Junior Ranger Gruppen. Gemeinsam führen sie Projekte durch, lösen Aufgaben und erleben Abenteuer mit Spiel und Spaß in der Natur. Sie entdecken nachhaltig ihren Lern- und Lebensort mit den spezifischen Landschaften, kulturellen Besonderheiten sowie der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt.
Neuanmeldungen für das Junior Ranger Programm starten jetzt!
Ab April 2027 können drei neue Junior Ranger Gruppen begleitet werden. Das Programm richtet sich an Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren, da sicheres Lesen und Schreiben für die Teilnahme wichtig sind. Das Junior Ranger Programm dauert insgesamt 18 Monate. Einmal im Monat trifft sich jede Gruppe für zwei Stunden an einem Nachmittag.
Wer Interesse hat, selbst Teil der Gruppe zu werden, kann sich beim Informationszentrum des Internationalen Naturparks Bourtanger Moor – Bargerveen im Emsland Moormuseum melden. Telefonisch unter 05937 – 70 99 915 oder per Mail an meiners@moormuseum.de oder raterink@moormuseum.de. Weitere Informationen zum Junior Ranger Programm gibt es unter www.moormuseum.de.Unsere Empfehlung









