Der Rundweg ist weitestgehend ausgeschildert und die Erlebnisstationen laden dazu ein, die Landschaft mit allen Sinnen zu entdecken. Am Einstieg an der ehemaligen Torfverladestation ist noch eine Umgestaltung geplant. Am Standort soll künftig der Wandel der Landschaft erläutert und sichtbar gemacht werden: Wo früher Torf gewonnen und verladen wurde, erobert sich die Natur Schritt für Schritt ihren Raum zurück.
An der Infohütte nebenan zeigt sich die Esterweger Dose im Spätsommer von ihrer lebendigen Seite. Zwischen Bienenstand und Benjeshecke summt und flattert es. Hummeln, Wildbienen, Schmetterlinge und Libellen finden in der blühenden Vegetation Nahrung und Lebensraum.
Ein erster Sehschlitz öffnet den Blick wie ein Fernglas in die Weite des Moores. Gänse schnattern, zahlreiche Vögel sind zu hören und mit etwas Glück lassen sich sogar seltene Greifvögel beobachten. Infotafeln mit QR-Code sind in Arbeit, um mehr über die Geschichte des Moores zu erfahren und in die Vergangenheit einzutauchen, wie sich die Landschaft im Laufe der Zeit verändert hat.
Ein kurzer Abstecher führt zur Sonnenliege. Schon der Weg dorthin lohnt sich: Wilder Majoran, weißer Steinklee, Bärenklau und weitere Wiesenpflanzen säumen den Pfad. Von der Liege reicht der Blick weit über die wiedervernässten Moorflächen mit ihren Torfmoosteppichen. Ein Platz, an dem man gerne innehält und die besondere Ruhe der Landschaft auf sich wirken lässt.
Zum eigentlichen „Moorkieker“ geht es weiter über sandige Wege. Hinter den Fensterklappen lässt sich die Tierwelt mit dem Fernglas beobachten, ohne die Tiere zu stören. Die Infotafeln erzählen von der Geschichte der Esterweger Dose und machen deutlich, wie eng Natur, Landschaft und regionale Geschichte miteinander verbunden sind.
Auch abseits der großen Moorflächen gibt es viel zu entdecken. Ein großer Ameisenhügel erinnert daran, dass die kleinen Bewohner der Landschaft ebenso wichtig sind. Die hier vorkommenden Waldameisen stehen auf der Roten Liste und sind damit besonders schützenswert.
Nach einem Waldabschnitt führt ein weiterer Abstecher über federnden Torfboden. Knorrige Birken, Binsen und Pfeifengras bestimmen hier das Bild. Der Weg verändert seinen Charakter: Der letzte Abschnitt ist schattiger und grüner und wirkt fast wie eine eigene kleine Welt.
Vielleicht begegnet dem Wanderer dort auch ein kleiner „Moorfrosch“ – so wie er den Weg scheinbar zufällig kreuzt. Ein schöner Moment zum Abschluss einer Wanderung, die vor allem eines vermittelt: Das Moor ist keine Landschaft, die sich auf einen einzigen Blick erschließt.
Der „Moorkieker“ macht neugierig auf genau diesen Wandel. Zu jeder Jahreszeit zeigt die Esterweger Dose ein anderes Gesicht. Was heute blüht und summt, sieht im Herbst, Winter oder Frühjahr wieder ganz anders aus. Und während am Einstieg noch weiter am neuen Projekt geplant wird, ist der Weg selbst bereits bereit für Entdeckungen.
Naturparke in der Ferienregion feiern Jubiläum
In Kooperation mit dem Emsland-Kurier feiern wir in diesem Jahr die Jubiläen “20 Jahre Naturpark Bourtanger Moor” und “10 Jahre Naturpark Hümmling” mit Geschichten über die eindrucksvolle Kulturlandschaft, prägnante und ungewöhnliche Sehenswürdigkeiten und ehrenamtliches Engagement mit viel Heimatgefühl.
Die Beiträge werden im Emsland-Kurier veröffentlicht und sind im Emsland-Blog "Moor & mehr“ auf unserer "Geburtstagsseite"zum Themenjahr nachzulesen.













