Stadtarchäologe Tobias Schoo berichtet über die neuesten Erkenntnisse einer Gewerbesiedlung aus der römischen Kaiserzeit in Lüneburg. Die Fundstelle war von der jüngeren Bronzezeit bis in die Völkerwanderungszeit kontinuierlich besiedelt. Besonders markant ist die Phase nach Christi Geburt. Für diese Zeit liegen außergewöhnlich viele Hinweise auf Metallverarbeitung vor. Mehr als 100 Rennfeueröfen sowie zahlreiche Ausheizherde belegen eine intensive Eisenverhüttung. Keramikfragmente und Geräte zur Textilverarbeitung zeugen zusätzlich von einer Werkstattnutzung des Geländes. Ein besonderer Fund ist eine römische Silbermünze aus dem frühen 2. Jahrhundert. Die Siedlung aus Lüneburg-Hagen gehört zu den größten Gewerbesiedlungen ihrer Zeit in Niedersachsen.
Eine Anmeldung wird erbeten, unter Telefon 05931 6605 oder per E-Mail unter info@archaeologie-emsland.de
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