FrauenWEGE – Anselma Bopp
Frömmigkeit und frühe Bildung wiesen den Weg von Ordensgründerin Anselma Bopp.
„Wenn ich es nicht sicher gewusst hätte, dass es Gottes Wille war, hätte ich es nicht getan.“ So soll die Gründerin und erste Generaloberin der Kongregation der „Franziskanerinnen vom Hl. Märtyrer Georg“ in Thuine ihre Entscheidung, einen neuen Orden zu gründen, erläutert haben. Da war sie 34 Jahre alt und es lag bereits ein bewegtes Leben hinter ihr.
Von Steinbach ins notgeplagte Emsland
1835 geboren, wächst sie als ältestes von fünf Kindern in Steinbach am Neckar (heute Wernau) unter dem Namen Johanna Paulina, genannt Pauline, auf – geprägt durch einen strengen Vater und eine fromme, gutherzige Mutter. Pauline lernt eifrig, gilt als begabt und fromm. Nach dem frühen Tod der Mutter trägt sie zunächst die Verantwortung für Haushalt und Geschwister. Mit 19 Jahren tritt sie in den Orden der Schwestern vom Hl. Kreuz in Straßburg ein; als Schwester Anselma wird sie wenig später nach Thuine geschickt, um die Not der Menschen dort zu lindern. Dass sie ihr Weg ausgerechnet ins Emsland führt, ist ihrem Pfarrer Gerhard Dall zu verdanken. Der hatte zuvor zwei Straßburger Schwestern bei einer Bettelreise im Emsland kennengelernt, erkannte deren Nutzen für die notgeplagte Region und wandte sich mit einem entsprechenden Gesuch an die Generaloberin. Dass diese wiederum die kaum 22-jährige Schwester Anselma nach Thuine schickt, zeugt von ihrem Vertrauen in die menschlichen Fähigkeiten der jungen Frau.
Schwester Anselma nimmt die schwere Aufgabe beherzt an; schon bald entstehen, so berichten die Thuiner Schwestern noch heute, „ein Rettungshaus für Kinder mit angegliederter Schule sowie eine Krankenabteilung, später ein kleines Krankenhaus“. Trotz Anfangs- und Gründungsarbeit legt Schwester Anselma ihre Lehrerinnenprüfung ab, leitet die dortige Stiftsschule und gewinnt weitere Schwestern für den Lehrerinnenberuf.
Eine neue Gemeinschaft entsteht
Um als Ordensgemeinschaft in Thuine weiter wachsen zu können, trennen sich die Schwestern, unterstützt durch Pfarrer Dall, von ihrem Mutterhaus in Straßburg und Sr. Anselma gründet 1869 die Kongregation der Franziskanerinnen vom Hl. Märtyrer Georg. Elf Tochterhäuser entstehen zu ihren Lebzeiten.
Heute verfügt der Orden über Niederlassungen in Europa, den USA, Asien, Indonesien, Afrika und Südamerika. Das von ihr begründete und weit über seinen Standort hinaus geschätzte Thuiner Krankenhaus bestand bis in die Mitte der 2020er Jahre hinein.
„Wenn ich es nicht sicher gewusst hätte, dass es Gottes Wille war, hätte ich es nicht getan.“ So soll die Gründerin und erste Generaloberin der Kongregation der „Franziskanerinnen vom Hl. Märtyrer Georg“ in Thuine ihre Entscheidung, einen neuen Orden zu gründen, erläutert haben. Da war sie 34 Jahre alt und es lag bereits ein bewegtes Leben hinter ihr.
Von Steinbach ins notgeplagte Emsland
1835 geboren, wächst sie als ältestes von fünf Kindern in Steinbach am Neckar (heute Wernau) unter dem Namen Johanna Paulina, genannt Pauline, auf – geprägt durch einen strengen Vater und eine fromme, gutherzige Mutter. Pauline lernt eifrig, gilt als begabt und fromm. Nach dem frühen Tod der Mutter trägt sie zunächst die Verantwortung für Haushalt und Geschwister. Mit 19 Jahren tritt sie in den Orden der Schwestern vom Hl. Kreuz in Straßburg ein; als Schwester Anselma wird sie wenig später nach Thuine geschickt, um die Not der Menschen dort zu lindern. Dass sie ihr Weg ausgerechnet ins Emsland führt, ist ihrem Pfarrer Gerhard Dall zu verdanken. Der hatte zuvor zwei Straßburger Schwestern bei einer Bettelreise im Emsland kennengelernt, erkannte deren Nutzen für die notgeplagte Region und wandte sich mit einem entsprechenden Gesuch an die Generaloberin. Dass diese wiederum die kaum 22-jährige Schwester Anselma nach Thuine schickt, zeugt von ihrem Vertrauen in die menschlichen Fähigkeiten der jungen Frau.
Schwester Anselma nimmt die schwere Aufgabe beherzt an; schon bald entstehen, so berichten die Thuiner Schwestern noch heute, „ein Rettungshaus für Kinder mit angegliederter Schule sowie eine Krankenabteilung, später ein kleines Krankenhaus“. Trotz Anfangs- und Gründungsarbeit legt Schwester Anselma ihre Lehrerinnenprüfung ab, leitet die dortige Stiftsschule und gewinnt weitere Schwestern für den Lehrerinnenberuf.
Eine neue Gemeinschaft entsteht
Um als Ordensgemeinschaft in Thuine weiter wachsen zu können, trennen sich die Schwestern, unterstützt durch Pfarrer Dall, von ihrem Mutterhaus in Straßburg und Sr. Anselma gründet 1869 die Kongregation der Franziskanerinnen vom Hl. Märtyrer Georg. Elf Tochterhäuser entstehen zu ihren Lebzeiten.
Heute verfügt der Orden über Niederlassungen in Europa, den USA, Asien, Indonesien, Afrika und Südamerika. Das von ihr begründete und weit über seinen Standort hinaus geschätzte Thuiner Krankenhaus bestand bis in die Mitte der 2020er Jahre hinein.
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