Bauwagen, Ziegen und leckere Heidelbeertorte

Heimatabenteuer im Sattel: Zwischen grünem Blätterdach und glitzernden Wellen – Die neue Hümmlinger Flüsse-Tour im Porträt

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  • 02.08.2026

Heimatabenteuer im Sattel: Zwischen grünem Blätterdach und glitzernden Wellen – Die neue Hümmlinger Flüsse-Tour im Porträt

Werlte (EL) Eigentlich dachten wir, diese Tour würde vor allem von ihren drei Flüssen leben. Am Ende waren es aber die kleinen Genussmomente, die uns in Erinnerung geblieben sind. Die neue Hümmlinger Flüsse-Tour ist anlässlich des Jubiläumsjahres des Naturparks Hümmling entstanden und verbindet auf knapp 64 Kilometern Hase, Mittelradde und Nordradde. Sie führt durch den Hümmling und das Hasetal und damit durch eine Landschaft, die wir zwar schon oft erkundet haben – die sich in dieser Kombination aber noch einmal ganz neu entdecken lässt.

Am frühen Nachmittag starten wir in Werlte. Das Fahrrad rollt fast wie von allein über die ruhigen Wege, die sich zunächst abwechselnd durch schattige Waldstücke und sonnige Schotterwege bis nach Spahnharrenstätte ziehen.
 

Dann passiert das, was für uns oft die schönsten Ausflüge ausmacht.
Am Straßenrand entdecken wir ein kleines Schild: „Sonntags Kaffee & Kuchen“.
Nur wenige Momente später lehnen unsere Fahrräder an der Landdiele in Spahnharrenstätte. Vor den gedeckten Tischen steht ein blauer Bauwagen, der uns sofort an Peter Lustig denken lässt. Drinnen verlieren wir uns zwischen antiken Möbeln, Holzarbeiten und allerlei liebevoll ausgewählten Kleinigkeiten. Dass hier sonntags auch Kaffee, Kuchen und Waffeln angeboten werden, wussten wir bis dahin gar nicht. Umso schöner, solche Orte zufällig zu entdecken.

Wenig später sitzen wir schon wieder im Sattel. Der Fahrtwind macht die sommerlichen Temperaturen angenehm. Dennoch sind wir für jeden Kilometer dankbar, der unter einem grünen Blätterdach verläuft. Die Landschaft verändert sich dabei nur langsam. Felder wechseln sich mit kleinen Waldstücken ab, dazwischen tauchen wir immer wieder in kleine Ortschaften ein. Als wir zum ersten Mal die Mittelradde überqueren, halten wir kurz an.
Die Flüsse sind hier keine spektakulären Naturschauspiele. Vielmehr begleiten sie die Landschaft ganz unaufgeregt und verleihen ihr genau die Ruhe, die den Hümmling ausmacht.

Ruhe finden wir wenig später auch im Jugendkloster Ahmsen, das nur wenige Meter von der Route entfernt liegt und ebenfalls mit einem „Sonntagscafé“ lockt.
Überall blüht und wächst es und zwischen alten Bäumen, Blumenbeeten und Streuobstwiesen scheint die Zeit ein wenig langsamer zu laufen. Wir spazieren durch den Garten, füttern Ziegen und Fische, entspannen in den Hängematten, spielen eine Runde Schach und wagen uns sogar noch in den Niedrigseilgarten.
Und nach dem großen Stück der Heidelbeer-Joghurt-Torte aus dem Klosterladen ist klar, dass sich der spontane Abstecher mehr als gelohnt hat.

Gestärkt geht es weiter Richtung Herzlake. Dort begleitet uns die Hase ein gutes Stück des Weges. Das Wasser glitzert zwischen den Bäumen hindurch, Radweg und Fluss verlaufen häufig nebeneinander, führen vorbei an urigen Ortschaften und durch schattige Waldabschnitte. Plötzlich wirkt die sommerliche Hitze gar nicht mehr ganz so intensiv. Für uns ist das einer der schönsten Abschnitte der gesamten Runde.

Was uns unterwegs immer wieder auffällt: Diese Tour scheint fast wie geschaffen für Genießer. Kaum ist ein Café verschwunden, kündigt sich schon das nächste an. Mit dem Café Alter Hase oder dem Café Aselager Mühle liegen gleich zwei weitere beliebte Einkehrmöglichkeiten direkt an der Strecke und auch in Löningen und Werlte gibt es weitere leckere Anlaufstellen. Unsere Kapazität für Kuchen lässt an diesem Tag allerdings keine weiteren Stopps mehr zu. Trotzdem müssen wir schmunzeln – eigentlich hätte die Hümmlinger Flüsse-Tour auch problemlos „Hümmlinger Kaffee-Tour“ heißen können.

Über Löningen führt uns die Route schließlich zurück Richtung Werlte. Bevor wir die Fahrräder wieder abstellen, legen wir noch einen kurzen Halt an Kreutzmanns Mühle und dem Bibelgarten ein – zwei Orte, die wunderbar zum entschleunigten Charakter dieser Tour passen.

Die Hümmlinger Flüsse-Tour verbindet uns bekannte Wege zu einer abwechslungsreichen Runde, die durch ihre vielen Einkehrmöglichkeiten, die Flusslandschaften und die ruhigen Waldabschnitte einen ganz eigenen Charakter bekommt.
Wer die Tour selbst erleben möchte, sollte sie am besten an einem Sonntag planen. Denn dann haben auch die Sonntagscafés geöffnet – und genau diese spontanen Stopps haben unseren Ausflug erst zu etwas Besonderem gemacht.

Moor & mehr – Geschichten aus den Naturparken

Naturparke in der Ferienregion feiern Jubiläum 

In Kooperation mit dem Emsland-Kurier feiern wir in diesem Jahr die Jubiläen “20 Jahre Naturpark Bourtanger Moor” und “10 Jahre Naturpark Hümmling” mit Geschichten über die eindrucksvolle Kulturlandschaft, prägnante und ungewöhnliche Sehenswürdigkeiten und ehrenamtliches Engagement mit viel Heimatgefühl.
 
Die Beiträge werden im Emsland-Kurier veröffentlicht und sind im Emsland-Blog "Moor & mehr“ auf unserer "Geburtstagsseite"zum Themenjahr nachzulesen.  

Abenteurer in der Heimat

Längst bekannt und beliebt sind die Erlebnisberichte der Heimatabenteurer, die seit einigen Jahren das touristische Angebot in der Region erkunden. Per Rad oder auf Wanderwegen erleben sie neue und bewährte Wege und testen Einkehrmöglichkeiten am Wegesrand. Sie berichten über „Heimatabenteuer“ in beiden Naturparken, begleiten NaturführerInnen und besuchen Feste oder Veranstaltungen in den Teilregionen des Emslandes.
 
Bei schönstem Sommerwetter sind die beiden heute unterwegs auf einer Jubiläumstour. Die „Hümmlinger-Flüsse-Tour“ bietet neben dem Flusserlebnis zahlreiche weitere Tipps.  
 
Die Internetseite des Naturparks www.huemmling.de macht neugierig und zum Nachlesen gibt es die Eindrücke auch immer auf den Sozialen Kanälen des Naturpark Hümmling und der Heimatabenteurer (@Die_Heimatabenteurer). 

Heimatabenteurer
Die Heimatabenteurer
02. August 2026

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