FrauenWEGE – Elisabeth Brinkmann
Kommunalpolitik, soziales Engagement, Umweltschutz: Eine Frau setzt in Twist neue Maßstäbe.
Das politische Engagement wird Elisabeth Brinkmann in die Wiege gelegt. Ihr Vater, Volkswirtschaftler und Politiker Paul Lejeune-Jung, war als Gegner des Nationalsozialismus hingerichtet worden. Seine ebenso demokratische wie christliche Grundhaltung jedoch lebt in Elisabeth und ihrem vielfältigen Engagement fort: allem voran in der Kommunalpolitik, aber auch in der katholischen Kirche, in der Arbeit für Menschen mit Behinderung und in der Integration ausländischer Mitbürger.
Über Freiburg, wo sie Biologie studiert, Neuenhaus und Nordhorn erreicht die gebürtige Berlinerin 1957 Twist. Sie erhält Einblick in die kargen Lebensverhältnisse in den Moor-Gemeinden – für Elisabeth Brinkmann der Antrieb zum Engagement. Früh engagiert sie sich in der Katholischen Frauen- und Müttergemeinschaft, die ab 1968 Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands heißt.
Wegbereiterin für Frauen in der Politik
In Twist heimisch geworden, gründet sie, inzwischen Mutter von sechs Kindern, 1963 einen Mädchenchor, für den sie bekannte Melodien mit kritischen Texten unterlegt. Darin beschäftigt sie sich zum Beispiel mit dem Zusammenschluss der Gemeinden und den geplanten Neubau von Kirchen. Vor kommunalpolitischen Streitfragen scheut sie nicht zurück. „In Vorträgen, die sie im Rahmen der Frauengemeinschaften in vielen Orten des Emslandes hielt, warb sie für das Engagement von Frauen in der Politik. Sie kämpfte bewusst gegen die gerade im Emsland noch sehr verbreitete ‚Männergesellschaft‘ an“, wird ihre Tochter Rita später über sie berichten. Als erste Ratsfrau in der Geschichte Twists und später stellvertretende Bürgermeisterin bricht sie ab 1968 die bestehende „Männergesellschaft“ auf und wird Wegbereiterin für mehr Frauen in der Politik. Auch in der Kirche meldet sie sich nachdrücklich zu Wort. Der Umweltschutz ist ihr frühzeitig ein Herzensanliegen.
Teilhabe ermöglichen, Integration leben
Unvergessen bleibt in Twist und darüber hinaus die frühe Unterstützung und das langjährige Engagement für die „Beschützende Werkstatt Twist“ für Menschen mit Behinderung, die sich später mit der Kinderhilfe Meppen e.V. zusammenschließt. Aus diesen Wurzeln geht die heutige Vitus GmbH und der Angehörigen- und Förderverein pro Vitus e.V. hervor.
Ebenso erinnerungswürdig bleibt auch ihr Einsatz für ausländische Arbeitskräfte, für die sie Wohnungen anmietet und denen sie Deutschunterricht erteilt – menschenfreundlich und wegweisend.
Vollständiger Name: Elisabeth Brinkmann, geb. Lejeune-Jung
Geboren: 02. Mai 1921 in Berlin
Verstorben: 02. Dezember 1988 in Cloppenburg
Eltern: Paul Lejeune-Jung (Volkswirtschaftler und Politiker, 1882-1944) und Hedwig Foltmann (1888-1965)
Position: Erste Ratsfrau und stellvertretende Bürgermeisterin in Twist
Bezugspunkte im Emsland: Friedhof Twist-Bült, Familiengrab Brinkmann (Friedhofstraße, 49767 Twist); Straße hinter dem ehemaligen Wohnhaus der Familie (Brinkmanns Busch, 49767 Twist)
Das politische Engagement wird Elisabeth Brinkmann in die Wiege gelegt. Ihr Vater, Volkswirtschaftler und Politiker Paul Lejeune-Jung, war als Gegner des Nationalsozialismus hingerichtet worden. Seine ebenso demokratische wie christliche Grundhaltung jedoch lebt in Elisabeth und ihrem vielfältigen Engagement fort: allem voran in der Kommunalpolitik, aber auch in der katholischen Kirche, in der Arbeit für Menschen mit Behinderung und in der Integration ausländischer Mitbürger.
Über Freiburg, wo sie Biologie studiert, Neuenhaus und Nordhorn erreicht die gebürtige Berlinerin 1957 Twist. Sie erhält Einblick in die kargen Lebensverhältnisse in den Moor-Gemeinden – für Elisabeth Brinkmann der Antrieb zum Engagement. Früh engagiert sie sich in der Katholischen Frauen- und Müttergemeinschaft, die ab 1968 Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands heißt.
Wegbereiterin für Frauen in der Politik
In Twist heimisch geworden, gründet sie, inzwischen Mutter von sechs Kindern, 1963 einen Mädchenchor, für den sie bekannte Melodien mit kritischen Texten unterlegt. Darin beschäftigt sie sich zum Beispiel mit dem Zusammenschluss der Gemeinden und den geplanten Neubau von Kirchen. Vor kommunalpolitischen Streitfragen scheut sie nicht zurück. „In Vorträgen, die sie im Rahmen der Frauengemeinschaften in vielen Orten des Emslandes hielt, warb sie für das Engagement von Frauen in der Politik. Sie kämpfte bewusst gegen die gerade im Emsland noch sehr verbreitete ‚Männergesellschaft‘ an“, wird ihre Tochter Rita später über sie berichten. Als erste Ratsfrau in der Geschichte Twists und später stellvertretende Bürgermeisterin bricht sie ab 1968 die bestehende „Männergesellschaft“ auf und wird Wegbereiterin für mehr Frauen in der Politik. Auch in der Kirche meldet sie sich nachdrücklich zu Wort. Der Umweltschutz ist ihr frühzeitig ein Herzensanliegen.
Teilhabe ermöglichen, Integration leben
Unvergessen bleibt in Twist und darüber hinaus die frühe Unterstützung und das langjährige Engagement für die „Beschützende Werkstatt Twist“ für Menschen mit Behinderung, die sich später mit der Kinderhilfe Meppen e.V. zusammenschließt. Aus diesen Wurzeln geht die heutige Vitus GmbH und der Angehörigen- und Förderverein pro Vitus e.V. hervor.
Ebenso erinnerungswürdig bleibt auch ihr Einsatz für ausländische Arbeitskräfte, für die sie Wohnungen anmietet und denen sie Deutschunterricht erteilt – menschenfreundlich und wegweisend.
Vollständiger Name: Elisabeth Brinkmann, geb. Lejeune-Jung
Geboren: 02. Mai 1921 in Berlin
Verstorben: 02. Dezember 1988 in Cloppenburg
Eltern: Paul Lejeune-Jung (Volkswirtschaftler und Politiker, 1882-1944) und Hedwig Foltmann (1888-1965)
Position: Erste Ratsfrau und stellvertretende Bürgermeisterin in Twist
Bezugspunkte im Emsland: Friedhof Twist-Bült, Familiengrab Brinkmann (Friedhofstraße, 49767 Twist); Straße hinter dem ehemaligen Wohnhaus der Familie (Brinkmanns Busch, 49767 Twist)
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