FrauenWEGE – Antonie „Toni“ Müller
Die Landschaft des Emslands war ihre Inspiration: die Malerin Antonie „Toni“ Müller.
Als gegen Ende des Zweiten Weltkriegs eine Bombe das Wohnhaus von Toni Müller trifft, lebt sie schon nicht mehr dort. 30 Jahre lang hatte sie ihren Lebensmittelpunkt in der Gemeinde Lathen, doch 1944 fühlt sie sich dort nicht mehr sicher. Auch hat sie gesundheitliche Probleme. Sie beschließt, zu einer Freundin ins brandenburgische Guben zu fliehen. Die Bilder, die sie zurücklässt, werden zerstört. Die Gemeinde vergisst sie jedoch nicht. Für Lathen steht fest: Toni Müller ist die „Malerin des Emslands“.
Geboren wird Antonie Emilie „Toni“ Müller 1866 als viertes von acht Kindern in Remscheid in ein gutbürgerliches Elternhaus. Trotz des Widerstands ihres Vaters will sie einen Beruf erlernen und zieht deshalb 1899 nach Antwerpen zu ihrem Bruder Franz Müller. Dort studiert sie zunächst an der Kunstakademie und später bei dem Maler Henrik Luyten in Brasschaat. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs verlässt Toni Müller Flandern. Die Zeit in Belgien muss jedoch für sie von besonderer Bedeutung gewesen sein. So unterzeichnet sie ihre Werke stets mit „AE Müller-Brasschaat“. Ihr Lehrer Henrik Luyten, ein Vertreter des Impressionismus, übt großen Einfluss auf ihr Werk aus, ebenso wie andere niederländisch-flämische Maler, allen voran Rembrandt. Gerade Licht und Schatten sind auf Toni Müllers Bildern wichtige Gestaltungselemente.
Wahlheimat Emsland
Im Laufe des Ersten Weltkriegs lässt Toni Müller sich in Lathen nieder. 1910 hatte sie den Ort schon einmal besucht, die Schwester ihres Schwagers lebt hier. Möglicherweise ist es diese familiäre Verbindung, möglicherweise auch die landschaftliche Ähnlichkeit zu Flandern, die sie dazu bringt, ins Emsland zu ziehen. Viele Jahre lebt sie bei der Familie Schlichter, mit der sie eng befreundet ist.
Mit ihrem Fahrrad fährt Toni Müller zu verschiedenen Orten in Lathen und Umgebung, um sie künstlerisch zu verewigen. Die Staffelei hat sie am Gepäckträger befestigt. Da sie an Schwerhörigkeit leidet, hat sie zudem immer ein langes, schwarzes Hörrohr bei sich. Die Landschaft des Emslands ist das Hauptmotiv für ihre Werke aus dieser Zeit. Sie zeigen beispielsweise Kirchen, Mühlen oder Bauernhöfe zur Erntezeit. Es entstehen zudem Porträts, unter anderem von der Postangestellten Lissi Nonnenmacher. In Folge des Kriegsgeschehens wird es beschossen, kann aber restauriert werden. Heute sind ca. 80 Werke von Toni Müller bekannt, die sich alle in Privatbesitz befinden.
Vollständiger Name: Antonie Emilie Müller
Geboren: 26. Dezember 1866 in Remscheid-Lennep
Verstorben: 16. Juni 1945 in Berlin
Beruf: Künstlerin
Bezugspunkt im Emsland: Rundweg Toni Müller (ab Bahnhofstraße, 49762 Lathen)
Als gegen Ende des Zweiten Weltkriegs eine Bombe das Wohnhaus von Toni Müller trifft, lebt sie schon nicht mehr dort. 30 Jahre lang hatte sie ihren Lebensmittelpunkt in der Gemeinde Lathen, doch 1944 fühlt sie sich dort nicht mehr sicher. Auch hat sie gesundheitliche Probleme. Sie beschließt, zu einer Freundin ins brandenburgische Guben zu fliehen. Die Bilder, die sie zurücklässt, werden zerstört. Die Gemeinde vergisst sie jedoch nicht. Für Lathen steht fest: Toni Müller ist die „Malerin des Emslands“.
Geboren wird Antonie Emilie „Toni“ Müller 1866 als viertes von acht Kindern in Remscheid in ein gutbürgerliches Elternhaus. Trotz des Widerstands ihres Vaters will sie einen Beruf erlernen und zieht deshalb 1899 nach Antwerpen zu ihrem Bruder Franz Müller. Dort studiert sie zunächst an der Kunstakademie und später bei dem Maler Henrik Luyten in Brasschaat. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs verlässt Toni Müller Flandern. Die Zeit in Belgien muss jedoch für sie von besonderer Bedeutung gewesen sein. So unterzeichnet sie ihre Werke stets mit „AE Müller-Brasschaat“. Ihr Lehrer Henrik Luyten, ein Vertreter des Impressionismus, übt großen Einfluss auf ihr Werk aus, ebenso wie andere niederländisch-flämische Maler, allen voran Rembrandt. Gerade Licht und Schatten sind auf Toni Müllers Bildern wichtige Gestaltungselemente.
Wahlheimat Emsland
Im Laufe des Ersten Weltkriegs lässt Toni Müller sich in Lathen nieder. 1910 hatte sie den Ort schon einmal besucht, die Schwester ihres Schwagers lebt hier. Möglicherweise ist es diese familiäre Verbindung, möglicherweise auch die landschaftliche Ähnlichkeit zu Flandern, die sie dazu bringt, ins Emsland zu ziehen. Viele Jahre lebt sie bei der Familie Schlichter, mit der sie eng befreundet ist.
Mit ihrem Fahrrad fährt Toni Müller zu verschiedenen Orten in Lathen und Umgebung, um sie künstlerisch zu verewigen. Die Staffelei hat sie am Gepäckträger befestigt. Da sie an Schwerhörigkeit leidet, hat sie zudem immer ein langes, schwarzes Hörrohr bei sich. Die Landschaft des Emslands ist das Hauptmotiv für ihre Werke aus dieser Zeit. Sie zeigen beispielsweise Kirchen, Mühlen oder Bauernhöfe zur Erntezeit. Es entstehen zudem Porträts, unter anderem von der Postangestellten Lissi Nonnenmacher. In Folge des Kriegsgeschehens wird es beschossen, kann aber restauriert werden. Heute sind ca. 80 Werke von Toni Müller bekannt, die sich alle in Privatbesitz befinden.
Vollständiger Name: Antonie Emilie Müller
Geboren: 26. Dezember 1866 in Remscheid-Lennep
Verstorben: 16. Juni 1945 in Berlin
Beruf: Künstlerin
Bezugspunkt im Emsland: Rundweg Toni Müller (ab Bahnhofstraße, 49762 Lathen)
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